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Du fragst dich, wann du am besten festkochende, vorwiegend festkochende oder mehligkochende Kartoffeln verwendest? Und welche Sorte sich für welches Gericht eignet? Hier erfährst du alles Wissenswerte über beliebte Kartoffelsorten wie Linda, Nicola, Marabel oder Adretta und entdeckst die passenden Kartoffelrezepte. Lass dich inspirieren!
Kartoffelsorten auf einen Blick
- Kartoffelsorten werden hauptsächlich nach ihren Kocheigenschaften in festkochend, vorwiegend festkochend und mehligkochend unterteilt.
- Festkochende Kartoffeln eignen sich hervorragend für Salate, Pellkartoffeln und Bratkartoffeln, da sie ihre Form behalten.
- Vorwiegend festkochende Kartoffeln sind vielseitig einsetzbar und ideal für Aufläufe, Ofenkartoffeln und als Beilage zu Saucengerichten.
- Mehligkochende Kartoffeln sind perfekt für Pürees, Suppen, Klöße und Gnocchi, da sie leicht zerfallen und cremig werden.
- Es gibt eine riesige Vielfalt an Kartoffelsorten in verschiedenen Farben und Formen, die du auf Wochenmärkten oder direkt beim Bauern entdecken kannst.
- Die richtige Kartoffelsorte macht den Unterschied für den Erfolg deines Gerichts!
Welche Kartoffelsorten gibt es?
Die Kartoffel, ursprünglich aus Südamerika, hat sich seit dem 19. Jahrhundert fest in unseren Küchen etabliert. Heute ist sie eine der wichtigsten Nahrungsquellen weltweit, mit bis zu 4000 verschiedenen Kartoffelsorten in allen Formen, Größen und Farben. Von beliebten deutschen Klassikern wie der Kartoffelsorte Linda bis hin zur teuersten Kartoffel der Welt, der in der bretonischen Region angebauten La Bonnotte – die Vielfalt ist beeindruckend.
Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen Speisekartoffeln und Stärkekartoffeln. In Deutschland bereichern etwa 150 Speisekartoffelsorten unsere Teller, während Stärkekartoffeln hauptsächlich als Tierfutter dienen. Speisekartoffeln werden zudem nach ihrer Erntezeit in Früh-, Mittel- und Spätkartoffeln eingeteilt.
Farblich dominieren die gelben Kartoffelsorten in Supermärkten. Daneben gibt es noch die blauen und roten Sorten, die häufig von den Urkartoffeln abstammen und in Gerichten gern als optischer Farbtupfer dienen. Ihre intensive Farbe verdanken sie dem natürlichen Pflanzenfarbstoff Anthocyan.
Am bekanntesten ist die Einteilung der Kartoffelsorten nach ihren Kocheigenschaften: festkochende Kartoffeln, vorwiegend festkochende Kartoffeln und mehligkochende Kartoffeln. Diese Klassifizierung hängt vom Stärkeanteil ab und bestimmt, wie die Kartoffel nach dem Kochen aussieht und welche Konsistenz sie hat. Zu welchen Kartoffelgerichte die jeweilige Sorte am besten passt, erfährst du im Folgenden.
Tipp: Lust auf rote oder blaue Kartoffelsorten? Diese besonderen Kartoffelarten findest du oft auf Wochenmärkten, im Bioladen oder direkt beim Bauern.
Festkochende Kartoffeln
Diese festkochenden Kartoffelsorten behalten beim Kochen ihre Form und sind ideal für Salate und Beilagen:
- Linda
- Hansa
- Sieglinde
- Nicola
- La Ratte
- Heiderot
- Bamberger Hörnla
Vorwiegend festkochende Kartoffeln
Diese vorwiegend festkochenden Kartoffelsorten sind wahre Allrounder und eignen sich für viele Gerichte:
- Gala
- Marabel
- Milva
- Laura
- Pink Gipsy
- Miss Blush
Mehligkochende Kartoffeln
Für Pürees, Suppen und Klöße sind diese mehligkochenden Kartoffelsorten die beste Wahl:
- Ackersegen
- Adretta
- Augusta
- Afra
- Agria
- Arran Victory
- Highland Burgundy Red
Festkochende Kartoffeln entdecken
Festkochende Kartoffeln wie Linda und Hansa sind gelbfleischig, aromatisch und vielseitig einsetzbar. Sie eignen sich hervorragend für fast alle Kartoffelgerichte und Beilagen und lassen sich gut lagern. Auch die beliebte Sieglinde mit ihrer feinen, gelben Schale kann ungeschält genossen werden. Nicola, ein Küchen-Allrounder, ist ideal für Pell- und Salzkartoffeln sowie für Ofen- oder Bratkartoffeln. Die französische Sorte La Ratte ist aufgrund ihres nussigen Geschmacks vor allem für Salate gedacht. Ihr (süd-)deutsches Pendant ist das Bamberger Hörnla (oder Bamberger Hörnchen), das zu den ältesten heimischen Kartoffelsorten zählt. Rote festkochende Kartoffeln wie Heiderot setzen mit ihrer durchgefärbten Schale und Fleisch farbliche Akzente.
Diese Kartoffelsorten bleiben beim Garen feinkörnig und fest, zerfallen nicht und lassen sich gut schneiden. Ihr geringer Stärkegehalt sorgt dafür, dass sie ihren Wassergehalt bewahren und leicht feucht bleiben. Da die Schale nicht aufplatzt, sind festkochende Kartoffeln perfekt für Pellkartoffeln oder zum Verzehr mit Schale.
Probiere unsere Rezepte für Bratkartoffeln mit Brunnenkresse-Dip oder unser leckeres Kartoffelgratin, die mit festkochenden Kartoffeln besonders gut gelingen. Auch für Kartoffelsalate, wie den bunten Kartoffelsalat oder den Kartoffelsalat mit Garnelenspießen zum Grillen, sind sie ideal. Und beim Raclette dürfen gekochte Kartoffeln natürlich nicht fehlen.
Tipp: Festkochende Kartoffeln lassen sich gekocht hervorragend einfrieren – roh solltest du sie jedoch niemals einfrieren.
Die Vorzüge vorwiegend festkochender Kartoffeln
Zu den beliebten vorwiegend festkochenden Kartoffelsorten zählen die gelben Gala Kartoffeln, ideal für Pommes Frites und Backkartoffeln, sowie Marabel, die sich mit ihrem feinen Aroma perfekt für Pell- oder Salzkartoffeln eignet. Die mittelfrühe bis späte Kartoffel Milva ist eine hervorragende Wahl für Gratins. Rote Sorten wie Miss Blush und Pink Gipsy sind mit ihren zweifarbigen Schalen echte Hingucker und sollten am besten ungeschält in Salaten serviert werden. Laura, eine rotschalige, ovalförmige Knolle, bringt mit ihrem würzigen Geschmack Farbe in alle Kartoffelgerichte.
Vorwiegend festkochende Kartoffeln sind feinkörnig und feucht, haben aber einen höheren Stärkegehalt als festkochende Sorten. Dadurch platzt ihre Schale beim Kochen leichter auf, und sie sind etwas brüchiger, wenn du sie zerteilst. Dennoch sind sie vielseitig einsetzbar. Probiere unseren Kartoffel-Lauch-Auflauf mit Wiener Würstchen oder die Ofenkartoffeln mit Salat für deinen Mittagstisch. Auch als Salzkartoffeln sind sie eine ausgezeichnete Wahl.
Ihre mittlere Konsistenz zwischen fest und mehlig macht sie zu idealen Begleitern für Gerichte mit Sauce, da sie gut binden. Sie sind perfekt für leckere Frittata oder klassische Kartoffelpuffer. Und für den nächsten Grillabend sind sie als Grillkartoffel einfach unschlagbar.
Tipp: Für alle Saucenliebhaber, die ihre Kartoffelgerichte gerne mit einer passenden Sauce verfeinern, haben wir ein vielfältiges Saucen-Sortiment.
Mehligkochende Kartoffeln kennenlernen
Wenn du Kartoffeln zerstampfen, pürieren oder formen möchtest, sind mehligkochende Kartoffelsorten deine erste Wahl. Sorten wie Ackersegen, eine spätreifende Sorte mit gelbem Fleisch, eignen sich hervorragend zum Pürieren und sind gut lagerfähig. Die beliebte Adretta aus dem Osten Deutschlands überzeugt mit feinem Geschmack. Afra und Agria sind ebenfalls ideal für Pürees, wobei Agria auch für Pommes frites und Chips eine gute Figur macht. Für Klöße oder Suppen greifst du am besten zur Augusta. Die Arran Victory, eine Urkartoffel, überrascht mit einem Geschmack, der an Esskastanien erinnert. Unter den roten mehligkochenden Kartoffeln sticht die schottische Highland Burgundy Red hervor, deren rotes Fleisch und Schale klassischen Bratkartoffeln eine besondere Note verleihen. Sie lässt sich auch kalt gut im Salat verarbeiten.
Die mehlige Konsistenz dieser Kartoffelsorten resultiert aus ihrem hohen Stärkegehalt und geringer Feuchte. Mehligkochende Kartoffeln sind grobkörnig und zerfallen beim Kochen leicht, da ihre Schale aufplatzt. Dies macht sie zu perfekten Kandidaten für cremige Suppen. Probiere unser Rezept für cremige Kartoffelsuppe. Auch für Kartoffelklöße, Knödel oder Gnocchi sind sie unschlagbar. Und natürlich gelingt dir Püree mit diesen Kartoffelarten besonders einfach. Teste es mit dem Püree Trio oder serviere deinen Liebsten Hacksteaks mit Kartoffelpüree. Du wirst sehen: Pürieren ist mit mehligkochenden Kartoffeln ein Kinderspiel!
Tipp: Achte beim Kartoffelkauf auf den Farbcode, um den Kochtyp schnell zu erkennen: Grün für festkochende Kartoffeln, Rot für vorwiegend festkochende Kartoffeln und Blau für mehligkochende Kartoffeln.
Wissenswertes rund um die Kartoffel
Wusstest du, dass die zweitgrößte Insel Chiles, Chiloé, als eine der Urheimaten der Kartoffel gilt? Dort werden noch heute bis zu 200 verschiedene Kartoffelsorten in allen erdenklichen Farben, Formen und Geschmacksrichtungen angebaut.
Die Kartoffel ist nicht nur ein vielseitiges Nahrungsmittel, sondern auch ein wichtiger Rohstoff. Ihre Stärke wird beispielsweise für die Herstellung von Brot, Chips oder Süßwaren verwendet. Sogar in Papier, Textilien und Klebstoffen kann Kartoffelstärke enthalten sein.
Die Garzeit von Kartoffeln variiert stark je nach Größe, Schnitt und Zubereitungsart. Ob am Stück, in Scheiben oder gewürfelt, im Topf oder Ofen – die Dauer ist unterschiedlich. Wertvolle Tipps zum Kochen von Kartoffeln findest du in unserem Kochratgeber zum Thema Kartoffeln kochen. Achte beim Kauf größerer Mengen oder nach einer reichen Ernte auf die korrekte Lagerung, um eine Grünfärbung zu vermeiden.
Die Kartoffel ist sogar ein praktisches Hausmittel! Eine halbierte rohe Kartoffel kann Rostflecken auf dem Grillrost entfernen oder diesen imprägnieren, um Anhaften zu verhindern. Bei Fettflecken auf Textilien hilft das Einreiben mit einer halbierten rohen Kartoffel, da die Stärke den Fleck bindet und das Herauswaschen erleichtert. Und für glänzendes Silberbesteck lege es einfach in das Kochwasser von Kartoffeln.
Entdecke die Vielfalt der Kartoffelwelt
Die Welt der Kartoffelsorten ist faszinierend und bietet für jedes Gericht die passende Knolle. Egal ob du festkochende Kartoffeln für einen knackigen Salat, vorwiegend festkochende Kartoffeln für einen cremigen Auflauf oder mehligkochende Kartoffeln für ein samtiges Püree suchst – mit dem richtigen Wissen wird jedes Gericht zum Erfolg. Experimentiere mit den verschiedenen Kartoffelsorten und entdecke deine neuen Lieblingsrezepte!
Häufig gestellte Fragen zu Kartoffelsorten
Für cremige Suppen sind mehligkochende Kartoffeln wie Adretta oder Augusta ideal, da sie leicht zerfallen und eine sämige Konsistenz ergeben. Probiere zum Beispiel unser Rezept für cremige Kartoffelsuppe.
Für Aufläufe und Gratins eignen sich sowohl festkochende Kartoffeln als auch vorwiegend festkochende Kartoffeln hervorragend, da sie ihre Form gut behalten. Sorten wie Linda, Gala oder Milva sind hier eine gute Wahl. Entdecke unser leckeres Kartoffelgratin.
Festkochende Kartoffeln haben einen geringen Stärkegehalt und bleiben beim Kochen schnittfest und feinkörnig. Ihre Schale platzt nicht auf. Sie sind perfekt für Salate, Pellkartoffeln und Bratkartoffeln.
Ja, du kannst festkochende Kartoffeln sehr gut einfrieren, aber immer nur gekocht, niemals roh.
Für klassische Salzkartoffeln sind festkochende Kartoffeln wie Sieglinde oder Nicola ideal, da sie ihre Form behalten und eine angenehme Textur haben. Auch vorwiegend festkochende Kartoffeln eignen sich gut.
Ja, es gibt wunderschöne bunte Kartoffelsorten mit roter oder blauer Schale und sogar rotem oder blauem Fleisch, wie Heiderot oder Highland Burgundy Red. Diese Kartoffelsorten sind oft Urkartoffeln und ein echter Hingucker in Salaten.
Um die Haltbarkeit deiner Kartoffeln zu verlängern und eine Grünfärbung zu vermeiden, solltest du sie kühl, dunkel und trocken lagern. Ein Keller oder eine Speisekammer sind ideal. Mehr Tipps zur Lagerung findest du in unserem Kochratgeber.