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Foniohirse

Die Foniohirse ist unbestritten eine der ältesten kultivierten Getreidearten und bekannt für ihren feinen, nussartigen Geschmack und ihre Vielseitigkeit. Bei den Bambara von Mali gibt es das Sprichwort: „Foniahirse bringt den Koch nie in Verlegenheit“, denn sie ist einfach zuzubereiten und kann in Gerichten als Ersatz für alle anderen Getreidearten dienen.

Foniohirse gibt es schon seit über 5000 Jahren. Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass sie bereits im alten Ägypten kultiviert wurde; heute wird sie hauptsächlich in der trockenen Sahelzone in Westafrika angebaut. Es gibt zwei kultivierte Arten: Digitaria exilis, weiße Foniohirse, und Digitaria iburua, schwarze Foniohirse.

Foniohirse ist dürreresistent und wächst in sandigen oder sauren Böden. Die Wurzeln dieser Hirse verfestigen den Oberboden, um eine Wüstenausbreitung verhindern, und sie ist mit einem Wachstum von 60 bis 70 Tagen eine der am schnellsten heranreifenden Getreidearten. Foniohirse trägt den Spitznamen „Getreide des faulen Bauern“, weil sie sich so leicht kultivieren lässt. Die Bauern streuen die Samen einfach nach dem ersten Regenfall aus und können dann bis zur Ernte warten. Mit dieser traditionellen Methode wird ein Ernteertrag von 0,5 bis 1,2 Tonnen pro Hektar erzielt. Unter sehr guten agronomischen Bedingungen können jedoch bis zu zwei Tonnen pro Hektar geerntet werden.

Die größte Herausforderung beim Anbau der Foniohirse ist die Umwandlung des Getreides in ein Nahrungsmittel. Foniohirsekörner sind so winzig wie Sandkörner und von jedem Korn muss die ungenießbare Schale entfernt werden. Die Bauern verbringen eine Menge Zeit mit dem Dreschen und Entspelzen, was meist noch immer manuell erfolgt. Die aktuelle jährliche Foniohirseproduktion wird weltweit auf 600.000 Tonnen geschätzt. Über 95 Prozent davon werden in den Kommunen verzehrt, die Foniohirse anbauen.

Um die manuelle Arbeit zu reduzieren und die Verarbeitungskapazität zu steigern, baut die Firma Yolélé Foods die weltweit erste Foniohirsemühle. Pierre Thiam, eine führende Autorität für afrikanische Nahrungsmittel in den Vereinigten Staaten, war an der Gründung des Unternehmens beteiligt, das gegenwärtig Foniohirse in die USA und Kanada exportiert. Nach Fertigstellung der Mühle in Senegal gegen Ende 2020 plant das Unternehmen, den Export von Foniohirse auch auf andere Teile der Welt auszuweiten.

Foniohirse ist glutenfrei und sehr nährstoffreich. Sie enthält Eisen, Zink, Magnesium und Phytonährstoffe. Foniohirse kann in Salaten, Crackern, Pasta und sogar in Backwaren verwendet werden. Sie kann anstelle von Hafer für Breie und anstelle von Couscous oder Reis für andere Gerichte verwendet werden und ist, mit Gewürzen und Olivenöl kombiniert, eine leckere Beilage. Außerdem kann man sie zum Bierbrauen einsetzen.

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